
|
Jekyll
& Hyde
Es ist nur ein
kleiner Unterschied zwischen Gut und Böse
Seit der Premiere am 19. Februar 1999
haben mehr als 600.000 Besucher das Musical in Bremen gesehen. Das
Musical des Jahres 1999 lief bis zum 30.06.2001 in Bremen und wurde
danach ab September 2001 in Wien aufgeführt. Nun feierte das Musical
im März 2003 seine Premiere im Musical Dome Köln. |
|
|
Die
Story
London, 1888.
Der brillante, junge Arzt Dr. Henry Jekyll will mit seinem
Versuch, das Böse vom Guten im Menschen zu trennen, die Wissenschaft
revolutionieren. Um seine Theorie in der Praxis zu erproben, schlägt
er vor, ein Experiment am Menschen zu wagen.
In großer
Gesellschaft feiert Jekyll Verlobung mit der bezaubernden
Lisa Carew. Sein medizinisches Vorhaben wird jedoch vom Komitee
des Krankenhauses entrüstet zurückgewiesen. Enttäuscht über die
Ablehnung sucht er seine Wut in einem verrufenen Londoner Pub zu
ertränken. Dort begegnet er Lucy, einer verführerischen
Schönheit der Nacht, die sich in Jekyll verliebt.
Nach der
Nachricht vom Tod seines Vaters ist Jekyll entschlossen,
seinen eigenen Überzeugungen zu folgen und das Experiment an sich
selbst zu wagen.
Hinter
verschlossenen Türen nimmt er das Elixier ein. Nur seine
wissenschaftlichen Aufzeichnungen sind Zeuge dieser ungewöhnlichen
Tat.
Innerhalb
weniger Minuten verwandelt er sich von dem ruhigen, zivilisierten
Arzt in das unberechenbare Wesen Edward Hyde. Liebt er als
Dr. Jekyll seine Verlobte Lisa, fühlt er sich als Hyde
hingezogen zu Lucy, die sich der Anziehung Hydes
ebenfalls nicht erwehren kann. Allerdings wird es mit der Zeit immer
schwerer, das Experiment zu kontrollieren.
Verzweifelt
riskiert Jekyll nochmals alles, um sein angestrebtes Ziel zu
erreichen, die Menschheit von jeglichem Leiden zu befreien. Wird ihn
die Liebe zweier grundverschiedener Frauen retten können?
|

Das Treiben in der "Roten Ratte"
|
|
Die
Technik
Wenn Sie den Saal des
Theaters betreten, blicken Sie auf die Bühne und sehen den Umriss
eines Kopfes vor der Bühne – diesen Kopf werden Sie noch einige Male
im Hintergrund der 32 verschiedenen Bühnenbilder entdecken.
Die Bühne selbst kann innerhalb
kürzester Zeit vom Rotlichtviertel Londons in einen prachtvollen
Eingangsbereich eines englischen Herrenhauses umgebaut werden - mit
passender, geschwungener Treppe. Das alles geschieht in voller Sicht
vor dem Publikum, oder in der kurzen Zeit, wenn sich einmal der
Vorhang schließt.
Aber auch wenn
Sie den Umbau sehen – es wird Sie nicht stören. Im Gegenteil – es
ist extrem Interessant anzusehen, wie aus den Kulissen eine Straße,
ein Treppenhaus, eine Bar oder ein Labor entsteht.
Wenn sich die
Tür zum Labor öffnet und dem Zuschauer einen Einblick in das Innere
gewährt, werden Sie Ihren Augen nicht trauen: ein scheinbar nicht
enden wollender Tunnel, voller Neonlicht und typischer
Laboreinrichtung liegt vor Ihnen. Ein phantastischer Anblick. Doch
die Länge des Tunnels ist (nur) eine perfekte Illusion: Denn wenn
der Tunnel so lang wäre, wie es scheint, würde er mitten im Kölner
Bahnhof enden.
Obwohl die
Geschichte zum Beginn des 19. Jahrhunderts spielt wirkt das Labor im
Gegensatz zu den anderen Kulissen eher futuristisch. Lange,
leuchtende Bahnen ziehen sich vom Anfang bis zum Ende des Tunnels,
scheinbar holographische Projektionen stehen mitten Raum auf der
Bühne.
|

Yngve
Gasoy Romdal und Anna Montanaro
|
Die
Künstler
Was die
männliche Hauptrolle von Jekyll & Hyde leisten muss, kann mit
Sicherheit nicht jeder Künstler schaffen: zwei Rollen in einem Stück
zu spielen. Ok. Der eine oder andere wird sagen: es kommt doch oft
vor, dass ein Künstler im Musical mehrere Rollen übernimmt. Aber was
derzeit Yngve Gasoy-Romdal in der Rolle Dr. Jekyll & Mr.
Hyde leistet ist einfach der blanke Wahnsinn. Er spielt beide
Charaktere und das gleichzeitig! Konzentration pur verlangt das
Stück „Konfrontation“, in welchem Dr. Jekyll und Mr. Hyde ein Duett
singen. Diese Leistung dankt das Publikum dem Künstler mit einem
donnernden Applaus. Yngve Gasoy-Romdal dürfte dem
Musical-Interessierten aus der Hamburger Inszenierung von Mozart!
bestens bekannt sein, in der er in der Erstbesetzung die Hauptrolle
des W.A. Mozart verkörperte.
Neben der männlichen Hauptrolle sind u.a. Künstler wie Anna
Montanaro, Nicole Seeger, Gudrun Schade oder Tom Zahner zu sehen,
die man bereits in anderen Show- oder Musicalproduktionen erleben
konnte.
Die ursprüngliche Hauptbesetzung von Dr.Jekyll & Mr.Hyde
wurde im Übrigen von Steve Barton gespielt, der 1998 den „Image
Award“ für die Leistung des besten Darstellers für die Rolle des
Grafen von Krolock im Tanz der Vampire erhielt.
|

Yngve Gasoy Romdal als Mr. Hyde |
Die
Musik
Komponiert wurde
die Musik des Musicals Jekyll & Hyde vom Komponist Frank
Wildhorn. Der Brodway-Komponist, der in New York lebt,
komponierte unter anderem Lieder für Weltstars wie Liza Minelli
oder Whitney Houston. Die Originaltexte zu Jekyll & Hyde
stammen aus der Feder von Leslie Bricusse.
Die Musik wird hoch oben über den Köpfen der Zuschauer von einem
Orchester bei jeder Show live eingespielt. Rechts über der Bühne ist
ein kleiner Dachvorsatz, auf dem das gesamte Orchester platz findet.
|

Yngve Gasoy Romdal,
Frank Wildhorn, Anna Montanaro bei der Premiere |
|
Kostüme/Make
Up
Die Kostümbildnerin Renate Schmitzer entwarf 170 Kostüme nach
viktorianischen Vorbildern aber auch Phantasiemodelle entwarf sie
für Jekyll & Hyde.
Abgerundet wird das ganze vom MakeUp und den Masken des
Maskenbildners Hasso von Hugo, der unter anderem auch schon
für Künstler wie Sean Connery, Meryl Streep und
Marlon Brando arbeitete.
Dazu kommen dann noch 198 Perücken die in über 7.900 Stunden
Handarbeit aus mehr als 40 KG Echthaar nach seinen Vorlagen
angefertigt wurden.
|
|
|
Fazit
Nach Bremen und Wien ist das
Stück nun in die Innenstadt von Köln umgezogen um dort das Musical „Saturday
Night Fever“ abzulösen. Viele namhafte Darsteller der
Musical-Branche geben jeden Abend ihr Bestes, um den Zuschauer in
das London des 19. Jahrhunderts zu entführen. Jekyll&Hyde steht für
interessante Kostüme, eindrucksvolles Bühnendesign und ruhige
Balladen.
Kleines Manko: die Akustik im Theater. Die Einstellung der Musik-
und Gesangsanlage verdient vielleicht noch etwas Aufmerksamkeit,
denn viele Dialoge oder Texte in den Gesangsstücken gehen durch die
derzeitigen Einstellungen leider verloren.
Buchungen unter
der Tickethotline:
0180 / 55 44 321
Verantwortlicher
Redakteur:
Dirk Trachternach, 05/2003
Wir
danken dem Team von „Jekyll & Hyde“ für ihre Hilfe und
Kooperation für diesen Bericht
Informationen/Fotografien:
Stella Pressemappe / Fotoband
Eine Veröffentlichung oder Verwendung der auf dieser Seite
abgebildeten Fotos
ist nur nach ausdrücklicher, schriftlicher Genehmigung der
Redaktion "unterhaltungsmagazin.de" gestattet.
|
|